Story of Success:
Energie und Kosten dauerhaft senken
Bei der Bäckerei Kreitmaier in Grafing wird die Abwärme von fünf WP Stikkenöfen ROTOTHERM genutzt, um einen Pufferspeicher mit 2.500 l bis auf 80 °C zu heizen. Damit wird das Heizungswasser für die Betonkerntemperierung auf maximal 29 °C erwärmt und der Warmwasserbedarf für die Kistenreinigungsanlage, für die Sozialräume und für das Abtauen der Froster gedeckt. „Ich hätte mir das nicht vorstellen können“, war Magdalena Kreitmaier, Geschäftsführerin der Familienbäckerei in 6. Generation, anfangs skeptisch: „Jetzt kann ich es ich es nur jedem Bäcker empfehlen.“

Im Oktober 2023 hat sich für die Bäckerei Kreitmaier in Grafing bei München einen langgehegter Traum erfüllt: Das neue Produktions- und Verwaltungsgebäude ging in Betrieb. Magdalena Kreitmaier hatte als Geschäftsführerin und Betriebswirtin des Handwerks eine exakte Finanzplanung vorgelegt und ihr Lebenspartner neben seiner Aufgabe als Produktionsleiter auch noch die Bauleitung übernommen und akribisch die Gebäudetechnik geplant.
In diese wurde die Wärmerückgewinnungsanlage WP RETHERM by Ganzenmüller integriert, die Energie, Kosten und Emissionen spart. Seit 2024 ist das Unternehmen strategischer Partner der WP BAKERYGROUP. „Wir brennen für unsere Sache, das ist bei Familie Ganzenmüller und den Leuten bei WP auch so, deshalb hat es so gut geklappt“, berichtet die 36-Jährige über die Planung und Installation der Stikkenöfen und der Wärmerückgewinnungsanlage.
Bäckerei Konditorei Kreitmaier GmbH & Co. KG
Geschäftsführung: Max Kreitmaier, Magdalena Kreitmaier
Gründung: 1880
Mitarbeitende: 270, davon 55 Produktion (18 Auszubildende)
Hauptsitz: Marktplatz 8, 85567 Grafing
Produktion: Am Brucker Feld 1, 85567 Grafing
Standorte: 15
Website: www.baeckerei-kreitmaier.de
Seit März 2024 ist die Gastherme für die Erhitzung des Brauch- und Heizwassers ausgeschaltet. Die Energie wird nur mit der Abwärme von vier der fünf WP Stikkenöfen ROTHOTHERM, des Schockfrosters und des Gärvollautomaten gewonnen.
Das Gebäude der Bäckerei Kreitmaier wurde nach den Vorgaben des KfW-40-Standards geplant und gebaut. In der Planungsphase gab der Fachplaner den ersten Anstoß. Der Austausch mit der BÄKO bestärkte die Familie, zusätzlich in eine Wärmerückgewinnungsanlage zu investieren und einen Energieberater für den Förderantrag zu beauftragen.
„Es ist entscheidend, schnell den TGA-Fachplaner, die Fachbetriebe für Elektro-, Sanitär-, Heizungs- und Kältetechnik an einen Tisch zu bekommen“, nennt Ulrike Ganzenmüller den wesentlichen Erfolgsfaktor. Einen anderen ergänzt Magdalena Kreitmaier: „Die Leute von Ganzenmüller und WP wissen, wie eine Bäckerei produziert und funktioniert.“
Zusammen mit ihrem Partner planten die Experten von Ganzenmüller das Flächenlayout noch etwas um, veränderten die Leitungsführungen, um die Wärmeverluste beim Transport zu minimieren.
Ein Zuschuss in Höhe von 22 % der zusätzlichen Investitionen wurde nach den damals geltenden Förderkriterien gezahlt, möglich sind bis 40 % der Maßnahmen. Die Anlage hätte sich auch ohne die Zuschüsse bereits nach 10,7 Jahren amortisiert, nach Förderung nun in dreieinhalb Jahren. In aller Regel rechnet sich eine Anlage in drei, vier Jahren.
Magdalena Kreitmaier hatte aber nicht nur die Wärmegewinnung für die Warmwassererzeugung im Blick, sondern in der damaligen Situation den CO2-Ausstoß und damit auch die Kosten für die im Bezugspreis für Gas enthaltene und stetig steigende CO2-Steuer zu bremsen. Zur Erinnerung: 2022 war der Gaspreis doppelt so hoch wie vor dem Ukrainekrieg.
Bäckerei Kreitmaier in Grafing
Zudem konnte durch den Bau der Wärmerückgewinnungsanlage die verbleibende Abwärme über nur noch einen Schornstein abgeleitet werden. Kostenersparnis gegenüber den ohne Wärmerückgewinnungsanlage zuvor notwendigen Schornsteinen: rund 30.000 Euro. Neben den Investitionskosten reduzieren sich zudem die Kosten für die Wartung und Prüfungen.
Mit der Installation einer Wärmerückgewinnungsanlage lassen sich aufgrund der physikalischen Gegebenheiten bis zu 25 % der beim Backen aufgewendeten Energie zurückgewinnen. Bei der Entwicklung der Wärmerückgewinnungsanlage sei intensiv mit den Ofenbauern von WP zusammengearbeitet worden. Mit der intelligenten SPS-Steuerung der RETHERM ist keine zeitaufwendige Einstellung des einzelnen Ofens notwendig und ein geregelter Ofen Zug gewährleistet. Somit sind unabhängig von den Witterungsverhältnissen gleichmäßige Backergebnisse garantiert.
Vier der fünf installierten fünf WP Stikkenöfen ROTOTHERM mit zusammen 328 kW Leistung nutzen die Abwärme des Schockfrosters und des Gärvollautomaten. Die Bäckerei Kreitmaier arbeitet weitestgehend im Tagbetrieb. 20 % der Abwärme wird von den Kälteanlagen für Schockfroster und Gärvollautomat gewonnen. Es ist effektiv und mit geringen Investitionen verbunden, auch die Abwärme der Kälteerzeugung zu nutzen.
Bei der Bäckerei Kreitmaier wird die Abwärme genutzt, um einen Pufferspeicher mit 2.500 l bis auf 80 °C zu heizen. Damit wird das Heizungswasser für die Betonkerntemperierung auf maximal 29 °C erwärmt und der Warmwasserbedarf für die Kistenreinigungsanlage, für die Sozialräume und für das Abtauen der Froster gedeckt. „Ich hätte mir das nicht vorstellen können“, war Magdalena Kreitmaier anfangs skeptisch: „Jetzt kann ich es ich es nur jedem Bäcker empfehlen.“
Wärmerückgewinnung
Konzeption: Ganzenmüller
Energieträger Öfen: Gas
Energieträger Kältetechnik: Gas
CO2-Reduktion/Jahr: 31,28 t
CO2-Reduktion/Jahr Backöfen: 15,41 t
CO2-Reduktion/Jahr Kältechnik: 15,87 t
Leistung Backöfen: 328 kW
Kostenersparnis Wärmerückgewinnung: 7.638 Euro/Jahr
(Bezugspreis 1,16 Euro/l bei Berechnung April 2022)
Kostenersparnis geregelte Abgasrückführung: 3.677 Euro/Jahr
Amortisationszeit ohne Zuschuss: 10,7 Jahre
Amortisationszeit mit Zuschuss: 42 Monate
Volumen Pufferspeicher: 2.500 l
Warmwasserbedarf/Tag: 3.092 l
Warmwasserbedarf/Jahr: 928.007 l
ROTOTHERM Stikkenofen
Backfläche: 10 – 13,8 m²
Heizung: Öl / Gas / Elektro
Beste Backqualität mit höchster Energie-Effizienz
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